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Turbulenter Familienalltag: Und immer wenn ich denke, alles im Griff zu haben, kommt ein bisschen Leben dazwischen #krankekinder #welpenupdate

Das Leben in der Familie ist schon etwas Besonderes. Es ist einzigartig, wundervoll-bereichernd und kostbar, das ganz gewiss.

Aber hin und wieder fühlt es sich auch an wie ein wilder Ritt zwischen den Extremen!

Eine Achterbahnfahrt, die teils ins Dunkle führt und unvorbereitet den Rückwärtsgang einlegt, die vor der vermeintlichen Wand gerade noch bremst und dann doch wieder ungeahnte Wendungen nimmt.

Ja, so ungefähr kann man sich das Leben mit drei Kindern (und sind sie schon so alt!) und neuerdings einem quirligen Aussie-Vierbeiner wohl vorstellen.

Man wähnt sich in der einen Minute noch in Sicherheit, hält versonnen das Näschen in den Frühlingshimmel und glaubt, die Dinge wieder voll im Griff zu haben. Und im nächsten Moment plumpst man wieder mit genau jener Nasenspitze in den Dreck.

Immer und immer wieder gilt es, sich als Mutter dann den Staub aus den Hosenbeinen zu klopfen und zuversichtlich weiterzumachen.

Bis zum nächsten Moment, in welchem sich das “Durchhalten” auszahlt und alles ruhig, friedlich und schön scheint – und das sogar auch wirklich und tatsächlich ist.

Doch ist Familie immer in Bewegung!!!

Unser Leben ist immer in Bewegung (oder auch Magen und Darm so mancher liebster Kinder – doch dazu gleich) und der Alltag spielt klitzekleine Streiche.

Er spielt mit uns immer genau dann, wenn wir uns in Sicherheit glauben und selbstbewusst meinen, JETZT würde alles laufen und die Harmonie wäre wieder in’s Einfamilienhäuschen eingezogen.

About yesterday

Gestern erst war genau ein solcher Tag.

Ja, ich glaubte am Nachmittag, die Dinge endlich im Griff zu haben!

Der Welpe, der sich jetzt langsam zum Junghund wandelt, schien den Sinn des Sich-Lösens im Freien wieder zu begreifen und auch in den wichtigen Schlaf zu finden!

Viel mehr als das, konnte ich Fortschritte in der Leinenführigkeit und Impulskontrolle beobachten und mich über den ein oder anderen so sehr entzückenden Moment freuen. 🙂

(Wenigstens ein Lebewesen, welches komplett ausflippt und vor Freude ausrastet, wenn es mich sieht! 😉 )

Es ist uns sogar gelungen, die kleine Hündin über zwei Stunden mit zum Stall zu nehmen.

Endlich wieder Freiheit in Laufschuhen!

Und während die Mädels jeweils Reitstunde hatten, fand sich für mich die Möglichkeit, die Laufschuhe zu schnüren und endlich wieder eine kleine Runde nur für mich zu drehen.

Eine Tochter passte derweil ja stets auf die Hündin auf.

Und JA! Das fühlte sich toll an! Es war gefühlt ein kleiner Befreiungsschlag für mich!

Dinge wieder miteinander vereinen und kombinieren zu können – und das trotz des neuen Familienmitgliedes – war ein schöner Gedanke.

Und vielleicht sogar glaubte ich mich in diesem Moment sicher und die Lage im Griff – und dass ab jetzt eigentlich nur noch alles besser werden könnte.

Der Virus lauerte schon um die Ecke!

Nur Stunden später allerdings kühlte ich mit einem kalten Waschlappen eine Fieber-heiße Stirn. Und ich hielt Haare über der Alu-Schüssel zurück.

Wie aus dem Nichts fühlte sich die jüngste Tochter nach der Reitstunde hundeelend und musste sich zu Hause leider übergeben.

Erst glaubte ich noch an eine einmalige Sache.

Allerdings durfte sich zwischen Abendessen, Dreckwäsche, Geschirr und einer Hündin, die doch wieder ins Wohnzimmer pieselte, herausstellen, dass wir es hier wohl mit einem grässlichen, ungebetenen Mitbewohner zu tun haben.

Offenbar hatte sich klammheimlich ein gemeiner Magen-Darm-Virus mit ins Haus geschlichen.

Er ließ mein armes Kind kreidebleich und weinend vor Schmerz im Bett liegen und leider im Minuten-Takt erbrechen – und noch so viel mehr.

Und auch wenn ich nicht ins Detail gehen möchte, so erinnerte mich die vergangene Nacht an frühere Zeiten mit Noro-Virus-gebeutelten Kleinkindern.

Denn einen solch krassen Magen-Darm-Infekt? Das hatten wir jetzt in der Tat viele, viele Jahre nicht mehr!

(Und auch große Kinder leiden dann herzzerreißend. 🙁 ) 

Ebenfalls habe ich schon lange nicht mehr so elendig mit meinem Kind mitgefühlt.

Es sollte ein entspannter Abend werden. Eigentlich.

Glaubte ich am Nachmittag also noch ein Stück Freiheit und ruhigen Alltag – trotz lebhaftem Welpen – zurückgewonnen zu haben, so kniete ich Nachts mehrfach auf dem Badezimmer-Boden.

Ich kniete da und wischte Erbrochenes von den Fließen und desinfizierte die Toilette. Ich glaube es war allein in dieser Nacht ungefähr zehn Mal der Fall.

Nunmehr bleibt mir nichts anderes übrig, als an die Superkräfte einer Mutter zu glauben!

Denn wir Mamas sind eben mitten drin im Bombenhagel und bekommen feinste Splitter (oder Aerosole) sowieso ab.

Und so sitze ich heute hier, völlig übermüdet und übernächtigt mit einem fiebernden Kind, welches zum Glück die schlimmsten Stunden hinter sich hat – und einem weiteren Kind, das gerade ein wenig struggelt und sich noch nicht für oder gegen den Infekt entscheiden kann.

Ich sitze hier und müsste eigentlich gleich wieder raus mit der Hündin. Im Hintergrund läuft die Waschmaschine mit Bettwäsche und Unterwäsche und das bereits zum dritten Mal. Vielleicht kommt nachher noch ein vollgepieseltes Hundebett dazu.

Ich hocke hier und kann vor lauter Anspannung nur wenig essen, weil ich das Wochenende ein wenig fürchte.

Und weil der neue Hundealltag inklusive Welpen-Erziehung parallel zu kranken Kids mit Magen-Darm-Infekt kein Spaziergang (an der lockeren Leine 😉 ) ist!

Und vor allem weil ICH es jetzt wieder bin, die alles stemmen und tragen muss und die gesund und fit sein muss!

Weil ich abermals funktionieren und leisten muss und selbst zwar gerade hier kurz diese Zeilen tippen kann, sonst aber nur wenig zu Selbstfürsorge (oder einer Serie, dem Buch oder Telefonaten mit Freundinnen) kommen werde.

Ich muss funktionieren & da sein – aber es lohnt!

Und ich sitze hier und weiß TROTZDEM, dass sich mein ganz persönlicher Knochenjob lohnt und auszahlt.

Das hat er immer! 

(Heute Nacht erst sagte das Kind zu mir, dass ich mich so lieb um es kümmern würde. Wie schön ist das bitte!?)

Also genug gejammert! 🙂

#inhale #exhale Weiter geht’s!

Eure 

Alex

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